Übergang Going Concern-Ansatz auf neue normative RTF-Perspektive

Vermeidung einer Doppelunterlegung wesentlicher Risiken mit Eigenkapital • Aufwertung der Kapitalplanung • Stresstests vs. adverse Szenarien • Abschätzung SREP-Zuschlag!

Mit dem neuen aufsichtlichen RTF-Leitfaden wird die Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit (RTF) in Form des Fortführungs- oder Liquidationsansatzes perspektivisch aufgegeben und durch – parallel zu erfüllende – neue Steuerungsperspektiven abgelöst. Dabei stellt der Übergang der etablierten Going Concern-Ansätze auf die neue normative Perspektive die Institute vor große Herausforderungen. Neben dem Zusammenspiel zwischen MaRisk-Stresstests und adversen Szenarien der Kapitalplanung gewinnt der Umgang mit Planabweichungen aus Soll-Ist-Vergleichen unter Beachtung des individuellen SREP-Zuschlags an Bedeutung. Zwar hat die BaFin „bis auf weiteres“ die Nutzung der alten Going-Concern-Ansätze gestattet, allerdings hat sie deutlich an die Institute appelliert, sich frühzeitig (insb. auch methodisch) mit den neuen RTF-Ansätzen auseinanderzusetzen.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

150,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 13:00 Uhr

Von alten Going Concern-Ansätzen zur neuen normativen Risikotragfähigkeit (RTF)-Perspektive: regulatorische Neuregelungen Auslegungsfragen Erwartungen der Aufsicht

  • Fortführung der dualen Sichtweise in Bezug auf periodischen/GuV-orientierten und barwertig/ökonomischen Kalkulationsansatz im neuen Risikotragfähigkeit (RTF)- bzw. ICAAP-Leitfaden
  • Ablösung der "alten" Going Concern-Ansätze durch einen periodischen RTF-Simulationsansatz auf regulatorischer Basis (sog. normative Perspektive): u.a. Erfassung aller Risiken mit direkten (Säule 1) und indirekten (z.B. mittels Wertberichtigungen) Kapitalwirkungen • laufende RTF-Sicht und mehrjähriger Kapitalplanungsprozess
  • Ergänzung der normativen um eine sog. ökonomische RTF-Perspektive: u.a. VaR-basierte Risikokennzahlen vs. Risiko­deckungsmasse • Vernachlässigung der Erträge aus geplantem Neugeschäft • Umgang mit außerbilanziellen Positionen und stillen Reserven/Lasten • Voraussetzungen für die Ausgestaltung als „Säule 1 Plus“-Ansatz
  • Besonderheiten bei der Risikoquantifizierung: Konsistenz der Methodenfreiheit zum Geschäftsmodell und Risikoprofil • 99,9% Konfidenzniveau? • Voraussetzung für Nutzung von Expertenschätzungen und Kapitalpuffer • Sicherstellung unabhängiger Validierung und ggf. organisatorischer Trennung
  • Herausforderungen im Stresstesting: adverse Szenarien als Teil des Stresstest-Programms? • außergewöhnliche, aber plausible makroökonomische AnnahmenMethodenfreiheit bei Konstruktion der Szenarien zur Messung erheblicher Auswirkungen auf die Kernkapitalquote
  • Enge Verzahnung beider Perspektive: Einfluss barwertiger (z.B. Credit-Spread-) Risiken auf künftige GuV-, Eigenmittel- und Gesamtrisikobetrag-Positionen im Rahmen der Kapitalplanung • Quantifizierung der Auswirkungen auf die verlustfreie Bewertung des ZinsbuchsDokumentation konsistenter Risikomanagement-Prozesse
  • Diskussion aktueller Auslegungsfragen im Zusammenhang mit dem neuen RTF- und ICAAP-Leitfaden

(dazw. 15 min. Kaffeepause, 13:00-14:00 Uhr gemeinsames Mittagessen)

14:00 - 17:00 Uhr

Vermeidung von Stolpersteinen beim Übergang auf die normative Perspektive: Verzahnung RTF-Kalkulation & Kapitalplanung • Stress- und adverse Szenarien • Ableitung angemessener Puffer

  • Bisherige Going Concern-Ansätze vs. neue normative Perspektive: Ähnlichkeiten und Unterschiede in Grundannahmen, Messmethodik und Steuerungswirkung
  • Bestimmung angemessener Planungsannahmen für mehrjährige Zeiträume – Durchspielen der erwarteten Veränderung der Geschäftstätigkeit, strategischen Ziele und des wirtschaftlichen Umfelds im Basisszenario • Praxistipps zur prüfungsfesten Dokumentation nachvollziehbarer Planungsprämissen
  • Ableitung eines Planszenarios auf Basis der erwarteten Geschäftsentwicklung und angemessener adverser Szenarien zur Darstellung gravierender Bedrohungspotenziale
  • Umgang mit Abweichungen in der Kapital- und RTF-Planung aufgrund von aktuellen Plan-Ist-Vergleichen
  • Auslöser für unterjährige Aktualisierungen der Ergebnis- und der RWA-Entwicklung in der Kapitalplanung
  • Einschätzung der eigenen Geschäftsplanung und der regulatorischen Entwicklungstendenzen zur Ableitung eines perspektivischen SREP-Zuschlags
  • Ableitung sinnvoller Managementpuffer als neuer zusätzlicher Ausdruck des Risikoappetits des Instituts – geeignete Informationsquellen?
  • Maßnahmen zur Wiederherstellung der Einhaltung regulatorischer Vorgaben und Zielkennziffern im Einklang mit Institutsstrategie und Sanierungsplan nach SAG/ MaSan – Synergieeffekte durch neuen ICAAP?
  • Ableitung wertvoller Steuerungsimpulse durch Zusammenspiel der beiden neuen Steuerungsperspektiven
  • Voraussetzungen für die Erfassung von Säule 2-Risiken in adversen Szenarien der normativen Perspektive
  • Unterschiede in der Zielsetzung und Ausgestaltung zwischen MaRisk-Stresstests und adverse Szenarien
  • Auswirkung der neuen Perspektive auf Risikostrategie (Risikoappetit) und operative Steuerungsinstrumente

(dazw. 15 min. Kaffeepause, ca. 17:00 Uhr Ende der Veranstaltung)

Impressionen von dieser Veranstaltung

Konditionen und Organisatorisches

Im Teilnahmeentgelt enthalten: Seminardokumentation, Erfrischungen, Mittagessen und ein Fachbuch, sofern dies unter dem Seminartitel links erwähnt ist. Das Fachbuch wird nur vor Ort ausgehändigt und kann bei Ausverkauf durch einen gleichwertigen Titel ersetzt werden. Bei der Teilnahme an mehreren Seminaren dieser Seminarreihe durch einen oder mehrere Mitarbeiter aus demselben Unternehmen erhalten Sie für jedes weitere Seminar € 50,- Rabatt.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung. Bei Stornierung Ihrer Anmeldung bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin erheben wir ein Bearbeitungsentgelt von 150,- €*. Bei Stornos nach diesem Zeitpunkt wird das gesamte Seminarentgelt fällig. Zur Fristwahrung müssen Stornos schriftlich bei uns eingehen. Kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin ist möglich. Umbuchungen auf ein anderes Seminar sind bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin kostenfrei, danach fällt ein Bearbeitungsentgelt von 150 Euro* an. Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche, wenn die Absage mindestens zwei Wochen vor dem Seminartermin erfolgt. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Durch die Teilnahme am Seminar erhalten Sie 7 CPE-Punkte als Weiterbildungsnachweis für Ihre Zertifizierung.

* zzgl. 16 % MwSt. ** inkl. 5 % MwSt.

Tagungsort

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Telefon: +49 6221-998980
Fax: +49 6221-9989899

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Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen 3
Deutsche Bundesbank


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Leiter Controlling, Bereich Unternehmenssteuerung
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