Kreditnehmereinheiten/GvKs in Analyse, Meldewesen & Prüfung

Aktuelle Auslegung von EBA-Guidelines/BaFin-Rundschreiben • Änderungen & Konkretisierungen • "Richtige" Identifizierung • Wechselwirkungen, Problembereiche & Prüfung

Eine zu starke Konzentration von Krediten auf einen einzigen Kunden oder eine Gruppe verbundener Kunden (GvK) kann für ein Kreditinstitut ein zusätzliches Risiko zur Folge haben. Aus diesem Grund muss im Rahmen der Kreditanalyse, Votierung und auch Prüfung erkannt werden, welche wirtschaftlichen und/oder rechtlichen Bindungen zwischen verschiedenen Einzel-Kreditnehmern bestehen. Mit den finalen EBA-Guidelines (3-stufiges Prüfsystem, Kontrollindikatoren) und dem BaFin-Rundschreiben zu den GvKs müssen weitere Änderungen und Präzisierungen zwingend berücksichtigt werden. Das sehr erfahrene Referententeam verdeutlicht   die Wechselwirkungen/Problembereiche im „täglichen Umgang“ mit KNE/GvK/Risikoeinheiten und wie eine ziel- und sachgerechte Analyse, Meldung und Prüfung aussehen könnte.

Inhaltsverzeichnis:

Nächster Termin

15.11.2021 Frankfurt/M. 790,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 17:00 Uhr

Finale EBA-Guidelines und BaFin-Rundschreiben zur Gruppe verbundener Kunden (GvK) • Änderungen und Präzisierungen

  • 3-stufiges Prüfsystem, Kontrollindikatoren, neue Wesentlichkeitsgrenze, Kriterien für Refinanzierungsabhängigkeiten
  • Aktuell: Verbindung von Kontrolleinheiten und wirtschaftlichen Abhängigkeiten – Ermittlung der Ansteckungsgefahr anhand von Praxisbeispielen
  • Schnittstelle AnaCredit: Anzeige der Muttergesellschaft – zusätzliche Anforderungen an die Prozessqualität 
  • Aktuelle FAQ-Liste und erweiterte Anwendungsleitfäden
  • Aktuellste Auslegungshinweise und Praxistipps

KNE/GvK aus Sicht der Analyse-, Melde- und Prüfungspraxis

  • Wechselwirkungen und Praxisprobleme im „täglichen Umgang“ mit den voneinander abweichenden Vorgaben: u. a. Beherrschung & Kontrolle, wirtschaftliche Abhängigkeiten, öffentliche Adressen (Silo-Ansatz), Wegfall von Widerlegungsmöglichkeiten, Sonderauslegungen
  • KWG-KNE vs. CRR-GvK – Auswirkungen auf interne Prozesse bei Auseinanderfallen der KNE – Gefahr von Parallelprozessen – erhöhte Analyse und Dokumentationspflichten
  • Prozessvorgaben zur KNE/GvK-Identifizierung: Anpassung der Kreditbeschlusseinheit – kapazitätsschonende Schärfung der Prozesse
  • Feststellungen aus MaRisk-Umsetzungsprüfungen mit Fokus auf Adressenausfallrisiko und Risikokonzentrationen
  • Aktuelle Auswirkungen auf die Großkreditbestimmungen und -anzeigen
  • Konsequenzen unterschiedlicher KNE/GvK-Reichweiten für Groß-/Mio.-/Organ-Kredite, § 18 KWG-Erfüllung und sonstige Kreditprozesse
  • Abläufe unter Beachtung der Prozesseffizienz, Dokumentations- und Datenerfordernisse – Schnittstelle BCBS 239 und MaRisk

Bildung von Gruppen verbundener Kunden mit wirtschaftlichen Abhängigkeiten

  • Aktuellste Beispiele – vor allem zu Ansteckungsketten
  • Indizienprüfung der Kreditanalyse – zu möglichen Ausrichtungen von „Ansteckungsgefahren“ – Ausnahmen
  • GvK – wirtschaftliche Abhängigkeiten bei natürlichen Personen und Personenhandelsgesellschaften ohne Beherrschungsverhältnis
  • Nachprüfungs- und Dokumentationspflichten bei wirtschaftlichen Abhängigkeiten
  • 4-stufiges Risikoprüfungsverfahren für Tatbestände „positive Kenntnis“ vs. „intensive Nachforschung“ – Überprüfungsintensität/Unterlagen bei Nichtkunden
  • Abhängigkeit von Kreditnehmer durch identische Hauptrefinanzierungsquelle – typische Konstellationen

Risikoorientierte, effiziente Analyse von KNE/GvK Fallbeispiele • Analyse- (Prüf-)Checklisten

  • Sichere Identifizierung des Kreditnehmers als wirtschaftlich bzw. personell verflochtene Einheit/Gruppe (auch bei Depot A-Anlagen)
  • Konsolidierungserfordernisse für Wirtschaftszahlen innerhalb von Kundenverbünden inkl. Nichtkunden
  • Rechtsformspezifische Probleme bei Analyse komplexer Engagements (Risikogleichlauf!) 
  • Ausgewählte Problemkreise: u. a. GbR, Ehegatten, Erbengemeinschaft, Strohmann-/Treuhandverhältnisse
  • 5-Stufen KNE/GvK-Beweisführung – Schema-(Prüf-)Checklisten 

Informationsquellen für Prüfung und Plausibilisierung von KNE/GvKs

  • Zusammenspiel zwischen Markt/Marktfolge bei Einholung und Auswertung von Informationen zur KNE/GvK-Bildung
  • Anlässe für Überprüfung der gebildeten KNE/GvK (z. B. Prolongation, Sicherheiten-Neubewertung)
  • Nachbereitung bei Veränderung/Neuordnung von KNE/GvK – Überschreitung von Kreditgrenzen

Aktuelle Erkenntnisse aus der Prüfung von KNE/GvKs • Grundsachverhalte  Erkenntnisse Würdigung

  • Effektive Prüfungsansätze/-felder: u. a. Funktionsfähigkeit der Datenanlieferung  und Schnittstellen
  • Hinweise zu fehlerhaften KNE/GvKs in der Prüfungspraxis – Handlungsempfehlungen
  • Auffällige EDV-Verschlüsselungen
  • Falsche GvK? – Mängel in der Kreditprüfung
  • Datenkonsistenz zwischen Anzeigen und Kreditprozess (Kundenanlage und Legitimation)
  • Zahlreiche Prüf-Checklisten für Markt-/Kreditbereiche, Interne Revision und Banksteuerung – Tipps für die Qualitätssicherung

Anwendungsbeispiele zur Lösungsdiskussion können von den Teilnehmern gern im Vorfeld anonymisiert gemailt werden.

Konditionen und Organisatorisches

Im Teilnahmeentgelt ist die Seminardokumentation als PDF enthalten. Bei der Anmeldung gewähren wir ab dem zweiten Teilnehmer aus demselben Haus bei zeitgleicher Anmeldung einen Preisnachlass von 20%.

Bei einer Anmeldezahl von 5 oder weniger Teilnehmern für das Präsenzseminar behalten wir uns vor, das Seminar ausschließlich online als Video-Konferenz durchzuführen. Wir werden Sie über eine solche Entscheidung spätestens 4 Wochen vor dem Seminartermin informieren.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Den Zugangslink nebst Code erhalten Sie am Vortag des Seminars. Dieser ermöglicht Ihnen die Teilnahme am Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung. Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen. Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

Das relexa hotel Frankfurt am Main verfügt über 163 Zimmer in den Kategorien Standard, StandardTwin, Business, Studio und Suite sowie 15 Veranstaltungsräumen zum Tagen und Feiern. Durch die gute Verkehrsanbindung und ruhige Lage im Büropark Mertonviertel die perfekte Unterkunft für Geschäftsreisende. Unweit entfernt befindet sich der Hauptbahnhof Frankfurt am Main sowie der Internationale Flughafen Frankfurt am Main - kurze Wege für Ihre Anreise. Bei Anreise mit dem Auto steht unseren Gästen die hauseigene Tiefgarage zum Parken kostengünstig zur Verfügung. Das passende Hotel für eine Geschäftreise oder einen Kurztrip. Ob Geschäfts-, Tagungs- oder Individualgast unsere Restaurants "Boulevard" und "La Fenêtre" als auch die Hotelbar "Andi's Bar" sind ein Besuch wert. Genießen Sie kulinarische Highlights ebenso wie den kleinen Snack für zwischendurch, bei schönem Wetter servieren wir gerne auf der Sommerterrasse. Zur Entspannung empfehlen wir Ihnen den Fitnessclub "relexa Sports & Fun" mit Finnischer Sauna, Dampfbad, Fitness- und Ruheraum in der siebten Etage.

relexa Hotel Frankfurt/Main
Lurgiallee 2 in 60439 Frankfurt/M.
Telefon: 069 957 78-0
Fax: 069 957 78 878
http://www.relexa-hotel-frankfurt.de/

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Ihre Dozenten

Heinz-Michael Ritter
Leiter Evidenzzentrale für Groß- und Millionenkredite
Deutsche Bundesbank


Frank Günther
Senior Consultant Kreditregulatorik
FCH Consult GmbH


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