Bewertung der Kapitalplanung im SREP: neue Anforderungen & Fallstricke

Stolpersteine bei Verzahnung der Risikotragfähigkeit (RTF) & Kapitalplanung im Kontext neuer Vorgaben • Eckwert-/RWA-/Kapitalquoten-Planung • Umgang mit Planabweichungen

Durch den ICAAP-/RTF-Leitfaden wird die Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit (RTF) in eine parallel zu erfüllenden, neuartige normative – als Aufwertung der Kapitalplanung – und ökonomische Steuerungsperspektive überführt. Dabei verursacht die Verknüpfung der Kapital- mit der RTF-Planung Stolpersteine. So stellt u.a. das Zusammenspiel von Stresstests der RTF mit adversen Szenarien der Kapitalplanung, der Umgang mit Planabweichungen und der Einfluss der neuen Eigenmittelzielkennziffer unter Beachtung des SREP-Zuschlags die Institute vor Herausforderungen. Ein Bundesbanker stellt die neuen Anforderungen, Prüffelder und Erwartungen unter Beachtung der Erleichterungen aus der Corona-Krise dar. Danach setzt sich ein Risikocontroller mit Umsetzungsproblemen (u.a. Einschätzen institutsbezogener Corona-Effekte auf die Kapitalplanung) auseinander

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

150,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 12:30 Uhr

Überwachung der Einhaltung der (neuen) RTF- und ICAAP-Anforderungen an die Kapitalplanung

  • Beurteilung des Prozesses zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit (RTF) nach § 25a KWG und AT 4.1 MaRisk (ICAAP) als Grundlage zur Berechnung zusätzlicher Eigenmittelanforderungen und Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung
  • Würdigung des Kapitalplanungsprozesses laut AT 4.1 Tz. 11 MaRisk: Erfassung erwarteter Veränderungen der Geschäftstätigkeit u. ä. im Planszenario • Analyse der Auswirkungen des RTF-Limitverzehrs im laufenden und im Folgejahr auf die Kapitalplanung • interner vs. regulatorischer Kapitalbedarf
  • Aufwertung der (Eigen-)Kapitalplanung in der normativen Perspektive nach ICAAP- und RTF-Leitfaden
  • Abgabe von Prognosen zur Entwicklung der Kapital-, Liquiditätskennzahlen und Refinanzierungspositionen durch Rückgriff auf die Ergebnisse der Kapitalplanung • Berücksichtigung der Ergebnisse der Kapitalplanung im Berichtswesen
  • Anerkennung regulatorischer Eigenmittel sowie weiterer Kapitalbestandteile als Risikodeckungspotenzial zur Abdeckung aufsichtlicher Kapitalanforderungen/-erwartungen – Rolle der Eigenmittelzielkennziffer?
  • Konsistenz zwischen adversen Szenarien der normativen Perspektive und Stresstests nach AT 4.3.3 MaRisk – Schwerer konjunktureller Abschwung und adverses Szenario aus der Kapitalplanung • generelle Erwartungen an adverse Szenarien
  • Erfahrungen aus aktuellen ICAAP-/RTF-Prüfungen mit Blick auf die Kapitalplanung
  • Unmittelbare Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kapitalplanung: Verschiebung von Basel IV um ein Jahr • Verringerung des antizyklischen Kapitalpuffers auf 0%

(dazw. 15 min. Kaffeepause; 12:30–13:30 Uhr gemeinsames Mittagessen)

13:30 - 17:00 Uhr

Vermeidung von Stolpersteinen bei der Verknüpfung der Risikotragfähigkeit mit der Kapitalplanung

  • Eckwert-, RWA- und Kapitalquoten/-puffer-Planung als wesentliche Stellschrauben der Kapitalplanung
  • Bisherige Going Concern-Ansätze vs. künftige normative Perspektive: Ähnlichkeiten und Unterschiede in Grundannahmen, Messmethodik und Steuerungswirkung
  • Bestimmung angemessener Planungsannahmen für mehrjährige Zeiträume – Durchspielen der erwarteten Veränderung der Geschäftstätigkeit, der strategischen Ziele und des wirtschaftlichen Umfelds im Basisszenario • unterjährige Prüfung des Planergebnisses des laufenden Jahres in der Ergebnisvorschaurechnung
  • RWA-Planung: Unterjährige Aktualisierung der Ergebnis- und RWA-Entwicklung • passen die Plan-RWAs zur Eckwertplanung?
  • Planung der Einhaltung aufsichtlicher Kapitalquoten/-puffer: Gegenüberstellung der geforderten und realisierten Kapitalquoten in den Perioden • Ableitung eines möglichen Managementpuffers • Einfluss der Eigenmittelzielkennziffer
  • Entwicklung eines Planszenarios auf Basis der erwarteten Geschäftsentwicklung und angemessener adverser Szenarien zur Darstellung gravierender Bedrohungspotenziale
  • Herausforderung der Planung des künftigen institutsindividuellen SREP-Zuschlags – Ideen für Anhaltspunkte
  • Zusammenspiel zwischen Stresstests und Risikoappetit der RTF mit adversen Szenarien der Kapitalplanung
  • Inwieweit macht die aufsichtliche Anforderung zur „gegenseitigen Information“ von Kapitalplanung und RTF eine mehrjährige RTF-Planung implizit zwingend erforderlich?
  • Darstellung möglicher Fallstricke bei der Planung von wesentlichen Risiken
  • Handlungsoptionen zur Wiederherstellung der Einhaltung regulatorischer Anforderungen und Zielgrößen im Einklang mit Institutsstrategie und ggf. Sanierungsplan
  • Angemessene Dokumentation getroffener Planungsprämissen als Erfolgsrezept bzgl. Nachvollziehbarkeit
  • Umgang mit Abweichungen in der Kapital- und RTF-Planung aufgrund von Plan-Ist-Vergleichen
  • Auswirkungen der neuen Steuerungsperspektiven auf die Risikostrategie (Risikoappetit) und die operativen Steuerungsinstrumente
  • Ableitung strategischer Impulse auf Basis von Planungsannahmen – Steigerung der hausweiten Akzeptanz
  • Einschätzung institutsindividueller Corona-Effekte auf Kennzahlen der Kapitalplanung: Anstieg der Bewertungsergebnisse Kredit und Wertpapiere • Veränderung der RWA-Entwicklung durch Ausfälle, Ratingmigrationen und Kreditwachstum • regelmäßig dokumentierte Bewertung der anlassbezogenen Aktualisierung der Kapitalplanung

(dazw. 15 min. Kaffeepause; ca. 17:00 Uhr Ende des Seminars)

Impressionen von dieser Veranstaltung

Konditionen und Organisatorisches

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Den Zugangslink nebst Code erhalten Sie am Vortag des Seminars. Dieser ermöglicht Ihnen die Teilnahme am Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Dort finden Sie eine Woche nach dem Termin auch den Filmmitschnitt des Seminars für die Dauer von 3 Monaten. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.

Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen.

Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

relexa Hotel Frankfurt/Main
Lurgiallee 2 in 60439 Frankfurt/M.
Telefon: 069 957 78-0
Fax: 069 957 78 878
http://www.relexa-hotel-frankfurt.de/

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Ihre Dozenten

Jan Bangert
Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen 3
Deutsche Bundesbank


Dr. Daniel Baumgarten
Teamleiter Risikotragfähigkeit und Kapitalplanung
Sparkasse KölnBonn


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