Frühwarnverfahren Immobilienkredite

Neue EBA-Leitlinie zur Kreditüberwachung ● Sicherheiten(bewertungs)prozess ● Frühzeitiges Erkennen von negativen Entwicklungen ● Prüfungsfelder & Frühwarn-Reporting

Die Bundesbank sieht aktuell noch keine akuten Gefahren für die Finanzstabilität des Wohnimmobilienmarktes, allerdings rücken Immobilienkredite durch die anhaltend dynamische Entwicklung verstärkt in den Fokus der Aufsicht. In der anhaltenden Niedrigzinsphase ist eine zunehmende Immobilienmarktabhängigkeit der Geschäftsmodelle zu beobachten, was von der Aufsicht unter dem SREP auch entsprechend analysiert wird. Bei Klassifizierung von Immobilienrisiken als eine wesentliche Risikoart kann dies ggf. zu Kapitalaufschlägen führen. Umso wichtiger ist es, dass ein Institut seine Kreditvergabepraxis für Immobilienkredite sehr sorgfältig beobachtet, eine adäquate Risikofrüherkennung und ein aussagekräftiges Frühwarn-Reporting vorhält, um später bei internen/externen Prüfungen (u. a. Wertermittlung/-überwachung) nicht böse überrascht zu werden.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 17:00 Uhr

Prüfung von Immobilienkrediten • Prüffelder • Sicherheiten(-bewertungsprozesse)

  • Aktuelle Erkenntnisse der Bundesbank aus intensivem Monitoring des deutschen Wohnimmobilienmarktes
  • Überblick über prüfungsrelevante bankaufsichtliche Vorgaben im Bereich der Immobilienkredite
  • Aktuelle institutsübergreifende aufsichtsrechtliche Prüfungskampagne zu Immobilienfinanzierungen und Kreditvergabestandards - Im Prüfungsfokus: Wohn-und Gewerbeimmobilien, aber auch Entwicklungen von Eigeninvestitionen in Immobilien
  • Neue aufsichtsrechtliche Vorgaben aus EBA-Richtlinienentwurf (EBA/CP/2019/04): u. a. Gutachterrotation, Überwachung nach Beleihungsauslauf und Objektart
  • § 44er-Werthaltigkeitsprüfungen („PAAR“-Prüfungen): Bewertung und Überprüfung von Kreditsicherheiten – nachhaltig erzielbare Sicherheitenerlöse bei ausfallgefährdeten Engagements, Plausibilisierung von Verwertungsdaten
  • Kreditprozessuale Anknüpfungspunkte: u. a. Verwendung geeigneter Wertermittlungsverfahren, Plausibilisierung von Wertansätzen und Beleihungswerten – Marktschwankungskonzepte als einziges Instrument der Sicherheitenüberprüfung nicht ausreichend

  • Frühwarnsystem- und prozessbasierte Prüfungsansätze im Bereich der Sicherheitenbestellung/-bewertung, Sicherheitenüberwachung/-überprüfung und Sicherheitenverwertung
  • Problembereiche, Fehlerquellen, Fragestellungen & Feststellungen aus der aktuellen internen/externen Prüferpraxis: u. a. Überprüfung des rechtlichen Bestands/Werthaltigkeit, Berücksichtigung wertbeeinflussender Faktoren, Plausibilisierung von externen Gutachten, Durchführung von Objektbesichtigungen, regelmäßige/anlassbezogene Überprüfung 
  • Vielfach vernachlässigte Prüffelder: (institutsweite) Sicherheitenstrategie, MaRisk-Konzentrationsrisiken, Prozess-Dokumentation
  • Praxisbezogene Handlungsempfehlungen aus Sicht des Prüfers – Prüf-Checklisten


Frühwarnindikatoren • Frühwarn-Reporting • Frühwarnprozess

  • Prüfung eines angemessenen Umgangs mit Immobilienrisiken von der Risikoinventur über Risikocontrolling- und Marktfolgeprozesse bis zum Berichtswesen und Stresstesting
  • Immobilienrisiko als wesentliche Risikoart: Umsetzung von adäquaten Risikocontrollingprozessen für das Immobilienrisiko – Verknüpfung zum SREP
  • Ableitung von Frühwarnindikatoren (Verfügbarkeit, Beschaffenheit) – Integration in das Risikomanagement und interne/externe Risikoberichtswesen
  • Integration des Frühwarn-Reportings in einen regelmäßigen durchzuführenden Frühwarnprozess: Intervalle/Toleranzbereiche, Adressatenkreis, Auslösen eines
    Warn-/Eskalationssignals
  • Praxistipps für die Ableitung eines zielgerichteten Maßnahmenkatalogs

Konditionen und Organisatorisches

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Den Zugangslink nebst Code erhalten Sie am Vortag des Seminars. Dieser ermöglicht Ihnen die Teilnahme am Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Dort finden Sie eine Woche nach dem Termin auch den Filmmitschnitt des Seminars für die Dauer von 3 Monaten. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.

Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen.

Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

Video-Konferenz-System
Online-Zugang erhalten Sie per Mail in Nutzung über Plattform Zoom
Telefon: +49 6221-998980
Fax: +49 6221-9989899

Ihre Dozenten

Bettina Hermes
Kreditrevision
Sparkasse Essen


Dominik Leichinger
Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen 2
Deutsche Bundesbank


Thomas Tränkner
Fachbereich Markt- und Liquiditätsrisiko
Deutsche Kreditbank AG


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