EWB-Fachtagung 2020

Neue Aufsichtsrechtliche EWBs (PAAR) ● Risikoszenario neue EWBs aus drohender Immobilienblase!? ● Digitale EWB/Sicherheiten-Prüfung ● „Prüfungsfeste“ EWB-Dokumentation

Unsere seit vielen Jahren sehr erfolgreiche EWB-Fachtagung erörtert aktuelle Diskussionsfelder, Trends, Prüfungstipps und Problembereiche rund um die EWB-Bildung sowie die Anforderungen an prüfungsfeste EWB-Dokumentation/-Prozesse aus Sicht der aktuellen Kredit- und (Betriebs-)Prüfungspraxis. Die Komplexität der Anforderungen für die Risikovorsorge hat aktuell weiter zugenommen, u. a. durch durch die Forbearance-Vorgaben, IDW ERS BFA 7 und die aktuellen Werthaltigkeitsprüfungen seitens der Bankenaufsicht, die vielfach zu zusätzlichen „aufsichtsrechtlichen“ EWBs führen können. Auch die Möglichkeiten der Finanzverwaltung quasi „per Knopfdruck“ auf prüfungsrelevante, bankinterne Sicherheiten-/EWB-Daten (u. a. Verkehrswerte) zuzugreifen und damit vielfältige Auswertungsmöglichkeiten vorzunehmen verdeutlichten vielfach noch verkannte Risiken.

Inhaltsverzeichnis:

Nächster Termin

12.10.2020 - 13.10.2020 Köln 1.290,00 €
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Seminarthemen und Agenda

Aktuelle Problemfelder und Streitfragen zur EWB-Bildung/-Auflösung aus Sicht der Kredit- und Betriebsprüfungspraxis • Auswirkungen der aktuellen Krise auf die EWB-Bildung!

  • Zunehmende Komplexität und Gegenläufigkeit der Rahmenbedingungen bei der Bildung von EWBs (Steuer- vs. Handels- vs. Aufsrichtsrecht)
  • Inwiefern werden aktuell gebildete "Corona-EWBs" als eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung steuerlich anerkannt?
  • Überblick über die praxisrelevanten steuerverschärfenden Tatbestände zur Neubildung und (Teil-)Auflösung von EWBs – Wo liegen aus Praktiker- und Prüfersicht die Knackpunkte?
  • IDW ERS BFA 7: Bilanzierung von Pauschalwertberichtigungen im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Kreditinstitute – Ermittlung des „Lifetime-Expected Loss“ für bestimmte zinstragende Vermögensgegenstände und Eventualverbindlichkeiten – Bestimmung des Bonitätsprämienbarwerts dieser Finanzinstrumente
  • Auswirkungen der aufsichtsrechtlichen Werthaltigkeitsprüfungen auf die Risikovorsorge („PAAR“-Prüfungen)
  • Prozessuale Folgen der Forbearance-Vorgaben: Ab wann sind EWBs bei Forbearance-Engagements zu bilden?
  • Achtung: Elektronischer Datenzugriff seitens der Finanzverwaltung auf prüfungsrelevante bankinterne EWB-Daten – im Fokus: Vorhandensein von Leistungsstörungen und Sicherheitenbewertung
  • Vielfältige neue Auswertungsmöglichkeiten (quasi per Knopfdruck) für die Steuerprüfer – hohe Wertkorrektur-Risiken und damit Nachzahlungsrisiken
  • Aktuelle Erkenntnisse zu Problembereichen in den Betriebsprüfungen 
  • Brisantes Finanzgerichtsurteil zur Bewertungsproblematik von Sicherheiten mit direkten Konsequenzen für die EWB-Praxis! – Inwiefern müssen bestehende EWB-Prozesse angepasst werden?
  • BMF-Schreiben mit Klarstellungen zur Teilwertabschreibung 
  • Zahlreiche Streitpunkte in Prüfungen rund um die Frage ausreichender Leistungsstörungen: mangelnde Kapitaldienstfähigkeit steuerlich für EWB nicht ausreichend
  • EWB-Verbräuche/-Auflösungen als wichtiges Indiz für fehlerhafte EWB-Prozesse 
  • Zahlreiche Prüfungshinweise für Schwächen im EWB-Prozess – Hinweise zur Vermeidung kostspieliger EWB-Korrekturen

Risikovorsorge in der aufsichtsrechtlichen Prüfungspraxis • § 44er-Werthaltigkeitsprüfungen („PAAR“) • EZB-Leitfaden für Banken zu notleidenden Krediten • Aktuelle Erkenntnisse und Prüfungsfeststellungen

  • Mindestanforderungen an die Risikovorsorge aus den MaRisk-Vorgaben (u. a. verschärfte Anforderungen bei der Bestimmung der Kapitaldienstfähigkeit)
  • Problembereich in Kreditprüfungen bzgl. Risikovorsorge-/EWB-Prozesse – u. a. institutseinheitliche Kriterien/Triggerevents, EWB ≤ Blankoanteil und Schnittstellen zur Sicherheitenbewertung bzw. nachvollziehbare Erlösquoten
  • EZB-Leitfaden für Banken zu notleidenden Krediten: Erwartungen an die Risikovorsorge, organisatorische Anforderungen 
  • Umgang mit Problemkrediten (Sanierungs- und Abwicklungsengagements)
  • Anknüpfungspunkt Sicherheitenbewertung: anlassbezogene Neubewertung bei Wechsel der Engagementstrategie von Going auf Gone Concern
  • Prüfung aufsichtlich angemessener Risikovorsorge („PAAR“) seitens der Bankenaufsicht – Erweiterung der MaRisk-Kreditgeschäftsprüfungen um eine zusätzliche einzelengagementbezogene Werthaltigkeitskomponente
  • Deutlich stärkerer Fokus auf Bewertungsparameter bei Kreditsicherheiten, deren Überprüfungsturnus sowie die Beurteilung der zukunftsbezogenen Kapitaldienstfähigkeit – ggf. mit der Konsequenz eines erhöhten (aufsichtlichen) Risikovorsorgebedarfs (kann im Rahmen des ICAAP zu einer zusätzlichen Eigenkapitalunterlegung führen)

Anforderungen an prüfungsfeste EWB-Dokumentationen • Datenqualität als zusätzliches Prüfungsrisiko

  • Mindestanforderungen und „steuerschädliche“, weit verbreitete Formulierungen in Kreditakten – Erfahrungen aus der Prüfungspraxis
  • Wesentliche Prüfungshandlungen/-felder in der Risikovorsorge (u. a. EWB-Begründungen, Sicherheitenansatz)
  • Zahlreiche praxiserprobte EWB-Prüf-Checklisten (u. a. zur Steuerschädlichkeit) für Fachbereich und Revision

Elektronischer Datenzugriff der Finanzverwaltung auf prüfungsrelevante, bankinterne Sicherheiten-/EWB-Daten: Überblick über die breiten Einsatzmöglichkeiten

  • Steigende Praxisrelevanz bei steuerlichen Betriebsprüfungen: hohe Wertkorrektur-Risiken und damit Nachzahlungsrisiken (in Höhe von 6 %)
  • Weg von aufwendigen Kreditakten-Prüfungen – Datenzugriff ermöglicht flächendeckende Prüfung steuerlich (!) fehlerhafter Sicherheitenansätze
  • Digitaler Zugriff auf alle steuerrelevanten Daten für die EWB-Bildung (u. a. Verkehrswerte, Kriterien für Leistungsstörungen, Sicherheitenabreden, Grundbuchdaten) – Beleihungswerte, Nullansatz von Bürgschaften und EWB auf Blankoanteile als Einfallstor – deutlich steigende Praxisrelevanz bei steuerlichen Betriebsprüfungen
  • Vielfältige neue Auswertungsmöglichkeiten (quasi per Knopfdruck) für die Steuerprüfer – Beispiele für den Datenzugriff
  • Überblick über die Möglichkeiten der Prüfsoftware – noch verkannte Risiken (u. a. Vorlasten, dingliche Zinsen, fehlende Datenhistorie, EWB-Auflösungen)

Konditionen und Organisatorisches

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Den Zugangslink nebst Code erhalten Sie am Vortag des Seminars. Dieser ermöglicht Ihnen die Teilnahme am Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Dort finden Sie eine Woche nach dem Termin auch den Filmmitschnitt des Seminars für die Dauer von 3 Monaten. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.

Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen.

Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

AZIMUT Hotel Cologne City Center
Hansaring 97 in 50670 Köln
Telefon: 0221 888 760
Fax: 0221 888 7611
http://de.azimuthotels.com/azimut_hotel_cologne_city_center

Nächster Termin

12.10.2020 - 13.10.2020

Ihre Dozenten

Thomas Brockmann
Betriebsprüfer Bankenprüfung
Bundeszentralamt für Steuern (BZST)


Andreas Gertz
Fachrevisor Kreditrevision
Sparkasse Essen


Dirk Plum
Regierungsdirektor Bundesbetriebsprüfung
Bundeszentralamt für Steuern (BZST)


Karsten Schuiling
Bankgeschäftliche Prüfungen
Deutsche Bundesbank


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