14. Hamburger Bankenaufsicht-Tage 2021

Schlagende Themen 2021/2022 aus der BaFin, Bundesbank und EBA unter Beachtung regulatorischer Neuregelungen und ggf. anlassbezogener Erleichterungen aufgrund neuer Krisen

Unsere FCH-Premium-Tagung für das Aufsichtsrecht behandelt auch 2021 wieder aktuelle, brisante Themen. Hochkarätige Vorträge aus der BaFin, Bundesbank und EBA im Zusammenspiel mit erfahrenen Bankpraktikern helfen, den nicht einfachen Überblick über viele praxisrelevante Neuerungen zu behalten. Dadurch können wertvolle Impulse in die Bank gegeben werden, um Prozessschwächen und Prüfungsrisiken auszuloten. Die 14. Hamburger Bankenaufsicht-Tage richten sich vor allem an die Geschäftsleitung, Unternehmenssteuerung, Risikocontrolling, Interne Revision und externe Prüfer, MaRisk-Compliance und Grundsatzbereiche. Das hochkarätige Abendprogramm dient der Pflege und Erweiterung persönlicher Netzwerke. Nutzen Sie die Pausenzeiten aktiv für den Austausch mit unseren am Markt etablierten Lösungsanbietern, die unsere Tagung als Sponsoren unterstützen.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

02.11.2021 150,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 11:00 Uhr

Zunehmende Bedeutung des Non-Financial-Risk (NFR) am Beispiel von IT- und Digitalisierungs-Risiken im LSI-SREP

  • Steigende Vielfalt nicht-finanzieller (Betrugs-, Compliance-, Reputations-, sonstige operationelle) Risiken und damit einhergehende Zunahme der Komplexität in der Risikosteuerung
  • Proportionale Anforderungen der Aufsicht an den Umgang mit (institutsindividuellen) IT- und Digitalisierungs-Risiken sowie aktuelle Erfahrungen aus Prüfungen und Aufsichtsgesprächen
  • Auswirkungen eines proaktiven NFR-Managements auf Eigenkapital-Anforderungen und die LSI-SREP-Beurteilung der Institute
  • Auswirkungen des neuen ICT-Fragebogens auf die Eigenmittelunterlegung im Rahmen des SREP
  • Besonderheiten bei Ausfüllen des Fragebogens: was ist zu Fragen zum IT-Risikolevel zu beachten? • welche Fallstricke sind bei Beantwortung zu IT-Risikokontrollen zu beachten? • wie ist mit Dienstleistern bei der Beantwortung umzugehen?
  • Umsetzung der Ergebnisse aus der aktuellen LSI-SREP-Umfrage zu IT- und Digitalisierungs-Risiken in den Instituten – welche „Lessons Learned“ kann das Institut mitnehmen?
  • Strategische Verankerung der ICT-Risiken im Kontext von BAIT und MaRisk 8.0.
  • Steigende Herausforderungen für (Steuerungs-)Vorstände bei Quantifizierung, Steuerung und Überwachung von IT- und Digitalisierungs-Risiken – was tun bei fehlenden (Personal-)Ressourcen und veralteter IT-Ausstattung?

(danach 30 min. Kaffeepause)

11:30 - 12:30 Uhr

Neue „Fit & Proper“-Anforderungen an Nachweis fachlicher Qualifikation und Eignung von Leitungsorganen & Schlüsselfunktionen

  • „Fit & Proper“-Regulierung des Finanzsektors, EBA Leitlinien und mögliche Sanktionen der Aufsicht – Erweiterung der Anforderungen an die Sachkunde und Zuverlässigkeit von Vorstand, Aufsichtsorganen und Schlüsselfunktionen
  • Nationale Implementierung von EU-Vorgaben, erweiterte Vorgaben aus überarbeitetem BaFin-Merkblatt und neuem § 36 KWG nach Risikoreduzierungsgesetz für Geschäftsleiter und Schlüsselfunktionen – Deutlich erweiterte Pflichten für bestehende Mandatsträger und bei Neubestellungen
  • Strategie/ Maßnahmen zur Sicherstellung der Fit & Proper-Eignung von Vorstand & Schlüsselfunktionen
  • Leitlinien zur Diversität der Leitungsorgane
  • Durchführung von Fit & Proper-Eignungsbeurteilungen: Prozess und Verantwortlichkeiten • Fit & Proper-Eignungsmatrix für Geschäftsleiter (Kollektiv-, Individualeignung) • Qualitätssicherung der Eignung durch interne/externe Bewertungen (inkl. Fit & Proper-Beurteilungsbogen)
  • Exkurs: Rolle der Leitungsorgane bezüglich einer adäquaten Risikokultur
  • Praxistipps zu Fit & Proper-Vorgaben und Implementierung einer adäquaten Risikokultur

(12:30-14:00 Uhr  Gemeinsames Mittagessen)

14:00 - 15:30 Uhr

Nachhaltigkeit: Unterschätzte Prozessrisiken aus der neuen ESG-Taxonomie und Bedeutung von Klima-Stresstests im ICAAP

  • Neue ESG-Taxonomie ab 2022 zur Bestimmung und Beurteilung nachhaltiger Aktivitäten – Welche Geschäfte sind als „green“ einzustufen und welche Investitionen fallen in den ESG-Bereich?
  • Bewertung der Auswirkungen von ESG-Faktoren auf Geschäftsmodell und Kernaktivitäten – Festlegung der ESG-Strategie und des Anspruchsniveaus für den Übergang auf eine „ESG-fähige“ Organisation und Entwicklung eines ESG(Umsetzungs-)Programms
  • Welche Kriterien und Parameter können für eine aussagekräftige und wirksame Erfassung und Steuerung von ESG-Risiken verwendet werden?
  • Anforderungen an die Anpassung der Prozesse und Nutzung von „Tools“ zur Identifizierung, Messung und Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken
  • Wie können die langfristigen Klimarisiken oder auch die Risiken aus Maßnahmen, die den Klimawandel dämpfen sollen, auf das Finanzsystem wirken?
  • Ausgestaltung von Stresstests, Szenario- und Sensitivitätsanalysen über die verschiedenen RisikohorizonteKlima-Szenarien zur Herleitung methodisch sinnvoller Variablen zur Analyse von ESG-Risiken
  • Unsicherheiten beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen – Welche Wirkungen sind für die Finanzmärkte zu erwarten?

(danach 30 min. Kaffeepause)

16:00 - 17:00 Uhr

Digitalisierung: Robotic Process Automation (RPA) – Der Einzug der Roboter in den (Regional-)Bankenalltag hat längst begonnen

  • Praxisbericht zur Nutzung von RPA und KI anhand konkreter Beispiele aus einer regionalen Bank – Benötigte Kompetenzen, erforderliche IT-Ausstattung und Impulse für einen nachhaltigen Mindset-Change
  • Kosteneinsparpotenziale und Effizienzsteigerungen durch automatisierte Standard- und Repetitiv-Prozesse • Fokussierung der Mitarbeiterkapazitäten auf notwendige Individualprozesse (z.B. komplexe Kreditvergabe; persönlich-individuelle Kundenberatung) bei höherer Prozess-Qualität und Durchführungsgeschwindigkeit
  • Herausforderungen bei Anpassung von (veralteten) IT-Systemen im Rahmen der digitalen Transformation hin zur Automation und KI
  • Möglichkeiten der Daten- und Transaktionsverarbeitung über mehrere IT-Systeme hinweg durch Einsatz von RPA
  • Schaffung von Begeisterungsfaktoren für Ihre Kunden mittels RPA, die zuvor undenkbar (aufwendig) erschienen

Ab 18.30 Uhr ca. 3 std. Abendprogramm zum netten Ausklang und Pflege/Erweiterung persönlicher Netzwerke über den eigenen Verbund hinaus – Besuch von Hensslers Küche und gemeinsames Netzwerk-Dinner!

09:00 - 10:15 Uhr

Ausblick: MaRisk 8.0 & Neue BAIT 2022

  • Umsetzung der EBA-Leitlinien zu Kreditvergabe und -überwachung in einer weiteren MaRisk-Novelle
  • Erweiterung der MaRisk-Anforderungen u.a. für die Bereiche Kredit-Risikostrategie, Kredit-Risikolimite und Funktionstrennung
  • Zusätzliche aufsichtliche Konkretisierung der Erwartungen an die Ausgestaltung der Kredit-Prozesse mit Schwerpunkten Informationsbeschaffung, Dokumentation, Kreditwürdigkeitsprüfung/ Kapitaldienstfähigkeit und Sicherheitenbewertung
  • Neue Anforderungen an die laufende Kreditüberwachung und an Frühwarnindikatoren
  • Erwartete Neuerungen und Konkretisierungen im Zuge der neuen BAIT 2022?!

(danach 15 min. Kaffeepause)

10:30 - 11:45 Uhr

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit – Herausforderungen in der Steuerung der Risiken aus Immobilien

  • Würdigung des Immobilienrisikos in der Geschäfts- und Risikostrategie in Abhängigkeit vom Risikoappetit
  • Immobilienrisiko als eigenständige Risikoart? – Wesentlichkeitseinstufung im Rahmen der Risikoinventur
  • Berücksichtigung von Immobilienrisiken bei der Ermittlung der neuen Risikotragfähigkeit-Perspektiven
  • Herausforderungen bei Quantifizierung des Immobilienrisikos: Repräsentativitäts- und Zeitreihenanalysen, Fragen der Datenverfügbarkeit, Analyse historischer Wertveränderungen • Überprüfung der Prognosegüte vorhandener Risikomessverfahren (Validierung)
  • Einsatz von Stresstests und ggf. Expertenschätzungen aufgrund fehlender historischer Zeitreihen
  • Adressatengerechte Berichterstattung über Immobilienrisiken für das Institut
  • Aktuelle Erfahrungen aus 44er Prüfung und Aufsichtsgesprächen

(danach 15 min. Kaffeepause)

12:00 - 13:00 Uhr

Abgrenzung echte Einzelwertberichtigungen (EWB) vs. Corona-Effekte

  • Zunehmende Schwierigkeiten bei der Ermittlung von echten Engagement- und Bonitätsrisiken durch komplexere Analyse- und Bewertungsprozesse aufgrund von Covid-19-Effekten
  • Ansätze für systematische Identifizierung betroffener Engagements sowie Abgrenzungsmöglichkeiten bzgl. dauerhafter oder vorübergehender Wertminderungen aufgrund langfristig nicht gegebener Kapitaldienstfähigkeit und gesunkener Werthaltigkeit von Sicherheiten
  • Notwendige Anpassungen der Prozesse und Frühwarnverfahren zur Risikofrüherkennung und Ableitung geeigneter Frühwarnindikatoren
  • Wesentliche Auswirkungen von Corona-Effekten auf die Risikovorsorge der Kreditengagements
  • Beurteilung der (Spät-)Folgen von Stützungsmaßnahmen: fehlerhafter Fortführungsprognosen und Sanierungsgutachten • Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und deren (mittel-/langfristige) Auswirkungen auf betroffene Kreditengagements

(ca. 13:00 Uhr  Ende der Veranstaltung)

Konditionen und Organisatorisches

Im Teilnahmeentgelt enthalten: Seminardokumentation als PDF, bei Präsenzteilnahme Erfrischungen und Mittagessen.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung. Bei Stornierung Ihrer Anmeldung bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin erheben wir ein Bearbeitungsentgelt von 150,- €*. Bei Stornos nach diesem Zeitpunkt wird das gesamte Seminarentgelt fällig. Zur Fristwahrung müssen Stornos schriftlich bei uns eingehen. Kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin ist möglich. Umbuchungen auf ein anderes Seminar oder eine Tagung sind bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin kostenfrei, danach fällt ein Bearbeitungsentgelt von 150 Euro* an. Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche, wenn die Absage mindestens zwei Wochen vor dem Seminartermin erfolgt. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

* zzgl. 19 % MwSt. ** inkl. 7 % MwSt.

Tagungsort

Empire Riverside Hotel Hamburg
Bernhard-Nocht-Straße 97 in 20359 Hamburg
Telefon: 040 31119-0
Fax: 040 311197-073
https://www.empire-riverside.de/

Ihre Dozenten

Christian Otto
Regionalbereichsleiter Banken und Finanzaufsicht
Deutsche Bundesbank


Prof. Dr. Svend Reuse
Vorstand
Kreissparkasse Düsseldorf


Bernd Rummel
Principal Policy Expert Prudential Regulation and Supervisory Policy
EBA - European Banking Authority


Kevin Dominique Bröde
Nachhaltigkeitsmanager Vorstandsstab
Förde Sparkasse


Dr. Philipp Haenle
Volkswirt Zentralbereich Finanzstabilität
Deutsche Bundesbank


Andreas von Usedom
Bereichsleiter Business Excellence & Operations
Volksbank eG - Die Gestalterbank


Dr. Torsten Kelp
Bereich Bankenaufsicht, Referat BA 54
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht


Dr. Jens Gampe
Gruppe IT-Aufsicht, Referat GIT 3 - Grundsatz IT-Aufsicht und Prüfungswesen
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht


Dominik Leichinger
Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen 2
Deutsche Bundesbank


Michael Endmann
Direktor Gesamtbanksteuerung
Stadtsparkasse München


Jan Straßer
Prüfungsleiter Bankgeschäftliche Prüfungen Kreditgeschäft
Deutsche Bundesbank


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