Freitag, 14. Mai 2021

Veränderungsmanagement im regulatorischen Kontext

Warum die Herausforderung für die Zukunft mehr ist als das Verwalten von Projekten!

Marko Mohrenz, Bereichsdirektor Interne Revision, Volksbank Münsterland Nord eG

Christoph Roß, Bereichsleiter Innovations- und Qualitätsmanagement, Volksbank Münsterland Nord eG

 

I. Einleitung

 

Eine immer größere Anzahl von Projekten und Veränderungen muss im Bankenalltag umgesetzt werden und hat damit eine mehr oder minder starke Auswirkung auf das interne Kontrollsystem. Dabei sind die Auswirkungen der Veränderungen auf die komplexen Aufbau- und Ablauforganisationen in den Instituten zu Beginn meist schwer zu beurteilen. Durch die regulatorischen Anforderungen ist zudem in den letzten Jahren eine immer höhere Transparenz unabdingbar geworden und damit das Erfordernis von Informations- und Kommunikationswegen zwischen den eigentlichen Projektverantwortlichen und den Stakeholdern entstanden. Dies strukturiert und effizient zu gestalten und sicherzustellen ist in kleineren oder (aufbauorganisatorisch) wenig komplexen Instituten zumeist noch einfacher darzustellen, da die Einheiten in der Regel kleiner und die Kommunikationswege kürzer sind oder die Ausführenden und Beteiligten oft in Personalunion mehrere Funktionen gleichzeitig darstellen. 

 

In größeren oder komplexeren Organisationsformen hingegen stellt dies eine große Herausforderung dar. Allein durch die Einbindung einer Vielzahl von Beteiligten und Betroffenen führt der Veränderungsbedarf zwangsläufig auch zu einem höheren Informations- und Kommunikationsbedarf. Die nötige Transparenz sowie die Einbindung aller relevanten Funktionen lässt sich gut über bewährte Methoden, wie das Multiprojektmanagement oder Projektportfoliomanagement her- bzw. sicherstellen. Einen weiteren Einfluss übt der Trend zu „agilen“ und „modernen“ Arbeitsmethoden aus, die in vielen Unternehmen der Industrie bereits sehr erfolgreich praktiziert werden und daher auch für Institute adaptiert werden sollten. Welche Führungskraft möchte sich auch nicht gern attestieren lassen, dass sie modern und agil auf die aktuellen Herausforderungen reagiert? Darüber hinaus sind die bisher bewährten und eingesetzten Methoden des Projektmanagements im Zuge der Weiterentwicklung einer Organisation auch stets kritisch zu hinterfragen. In Organisationen, und hierzu zählen oftmals auch viele Institute, die „Projektarbeit“ bzw. in diesem Kontext auch „Veränderungsarbeit“ erst professionalisieren müssen, stellen die bewährten Verfahren – neben der sukzessiven Einführung von agilen Methoden, wie z. B. KANBAN, SCRUM, etc. – aber durchaus noch eine zielführende Alternative dar.  [...]
Beitragsnummer: 15025

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