Neuer Kreditrisiko-Standardansatz (KSA): Vorgaben & Herausforderungen

Steigende Eigenmittelbelastung nach CRR III • maßgebliche Risikotreiber mit signifikantem RWA-Erhöhungspotenzial • Handlungsoptionen zur Verringerung von RWA-Erhöhungen

Die Aufsicht möchte mit der Überarbeitung des Kreditrisiko-Standardansatzes (KSA) die Risikosensibilität ausgewogener gestalten und dessen Umsetzbarkeit gegenüber dem IRB-Ansatz vereinfachen. Hierfür wurden in BCBS 424 insbesondere die für die Ermittlung der Eigenmittelanforderungen zu erfassenden Risikogewichte modifiziert, Kreditkonversionsfaktoren (CCF) rekalibriert und ein risikosensitiverer Ansatz für immobilienbesicherte Positionen eingeführt. Der neue KSA führt zu prognostizierten RWA-Anstiegen von 15-35%, was viele Institute vor Herausforderungen stellt. Insofern sollten Banken frühzeitig die Auswirkungen des neuen KSA analysieren, um rechtzeitig Handlungsoptionen zu entwickeln. Bei der Bewertung möglicher RWA-Optimierungen ist u.a. zu hinterfragen, wann ein Wechsel vom KSA auf den IRBA – ggf. auch für LSI – lohnenswert erscheint.

Inhaltsverzeichnis:

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22.11.2021 Zoom 790,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 14:45 Uhr

Neuer Kreditrisiko-Standardansatz: Bankaufsichtliche Vorgaben, Voraussetzungen und Erwartungen

  • Maßgebliche Risikotreiber für erhöhte Eigenmittelbelastung im neuen Kreditrisiko-Standardansatz (KSA)
  • Ableitung der Risikogewichte für Forderungen gegenüber Banken und Unternehmen bei Wegfall externer Ratings: Qualitative Anforderungen an die Due-Dilligence-Prüfungaufsichtliche Risikostufen („Grades“)
  • Standard-Risikogewichtung von UnternehmenPrivilegierung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
  • Erhöhung der Risikogewichte und RWA durch Umstellung auf LTV-Methodik für immobilienbesicherte Positionen: Ermittlung auf Basis „Loan To Value“ (LTV) als Risikotreiber sowie Vergleich mit Realkredit-Splitting• Beachtung von „Klippeneffekten“ bei Überschreiten des vollbesicherten Anteils der Risikoposition
  • Risikogewichtsermittlung bei Spezialfinanzierungen • Ausgestaltung und Auswirkung der neuen Risikopositionsklasse „Income Producing Real Estate (IPRE): hohe Risikogewichtung bei Nichterfüllung operationeller Mindestanforderungen
  • Signifikante Erhöhung der Risikopositionswerte für außerbilanzielle Positionen durch Anhebung der Kreditkonversionsfaktoren: Bewertung (nicht) jederzeit uneingeschränkt und fristlos widerrufbarer Kreditzusagen
  • Neu definierter Output-Floor: Konsequenzen für Institute, die bislang in Säule 1 einen internen ratingbasierten Ansatz (IRBA) zur RWA-Ermittlung nutzen
  • Inwiefern lohnt ein Wechsel vom KSA auf einen IRBA? – Voraussetzungen für schrittweise Überführung der KSA-Risikopositionen in den IRBA gemäß Abschnitt 2 der SolvV

(dazw. 15 min. Pause am Vormittag und 60 min. Mittagspause; danach 15 min. Pause)

15:00 - 17:00 Uhr

Analyse der Auswirkungen des KSA und Optionen zur Verringerung der Eigenmittel-Belastung

  • Erhöhte Eigenmittelanforderungen durch die Überarbeitung des Kreditrisiko-Standardansatzes (KSA)
  • RWA-Einsparungen unter Kosten-Nutzen-Aspekten im Kontext des neuen KSA: Analyse der RWA-Nutzer und Ergebnisbeiträge Bewertung der Vorteilhaftigkeit interner Risikomessverfahren, etc.
  • Reduzierung der Eigenkapital-Belastung in Säule 1 bei Umstieg vom KSA auf einen internen ratingbasierten Ansatz (IRBA) – Unter welchen Voraussetzungen lohnt künftig ein Wechsel vom KSA auf den IRBA?
  • Herausforderung beim Wechsel: erforderliche Datenqualität und Validierung zur Anwendung angemessener Ratingverfahren für Geschäftsbereiche mit geringen Ausfalldaten („Low-Default Portfolien“) und für Nicht-Kerngeschäftsfelder des Instituts
  • Günstige Rahmenbedingungen für Überführung der Kernportfolien des Instituts in den IRBA
  • Konsistente, widerspruchsfreie Steuerung in neuen Risikotragfähigkeit-Perspektiven durch Verwendung von IRBA-Ratingverfahren
  • Aufschlussreiche Erkenntnisse aus Projekt „RWA-Optimierung“ zum Umstieg vom KSA auf einen IRBA

Konditionen und Organisatorisches

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Den Zugangslink nebst Code erhalten Sie am Vortag des Seminars. Dieser ermöglicht Ihnen die Teilnahme am Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.

Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen.

Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

ONLINE-Veranstaltung mit ZOOM
die Zugangsdaten erhalten Sie per E-Mail in Nutzung über Plattform Zoom
Telefon: +49 6221-998980
Fax: +49 6221-9989899

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Ihre Dozenten

Dominik Leichinger
Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen 2
Deutsche Bundesbank


Dr. Andreas Dartsch
Mitglied des Vorstands
Sparkasse KölnBonn


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