EWBs in/nach der Krise! • Steuer- vs. Handels- vs. Aufsichtsrecht

Brisantes (Krisen-)Streitthema "voraussichtlich dauerhafte Wertminderung" • Problemfelder/Streitfragen zur EWB-Bildung/-Auflösung aus Sicht Kredit-/Betriebsprüfungspraxis

Im (prozess-)schwierigen Zusammenspiel der handels-, steuer- und aufsichtsrechtlichen Vorgaben hat die Komplexität der Anforderungen und damit das Spannungsfeld zur Bildung von EWBs weiter zugenommen. Infolge der aktuellen Krise wird bei Steuerprüfungen sicherlich auch die „voraussichtlich dauerhafte Wertminderung“ bei gebildeten „Krisen-EWBs“ kontrovers diskutiert werden. Auch die Anforderungen an die Bildung von aufsichtsrechtlichen EWBs, u. a. durch die MaRisk-/EZB-Vorgaben und aufsichtlichen Werthaltigkeitsprüfungen, haben weiter zugenommen. Die Verbindung der komplexen Rahmenbedingungen untereinander macht daher eine laufende Qualitätssicherung der Prozesse zwingend erforderlich. Ein Vertreter der Bankenaufsicht sowie ein Betriebsprüfer der Steuerverwaltung geben wertvolle Praxistipps für eine prüfungsfeste EWB-Bildung/Dokumentation.

Seminarnummer: 220229
Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

09.02.2022
150,00 €
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Seminarthemen und Agenda

09:30 - 13:00 Uhr

Aktuelle Problemfelder und Streitfragen zur EWB-Bildung/-Auflösung aus Sicht der Kredit- und Betriebsprüfungspraxis Auswirkungen der aktuellen Krise auf die EWB-Bildung!

  • Zunehmende Komplexität und Gegenläufigkeit der Rahmenbedingungen bei der Bildung von EWBs (Steuer- vs. Handels- vs. Aufsichtsrecht)
  • Inwiefern werden aktuell gebildete "Corona/Krisen-EWBs" als eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung steuerlich anerkannt?
  • Zahlreiche Streitpunkte in Prüfungen rund um die Frage ausreichender Leistungsstörungen: mangelnde Kapitaldienstfähigkeit steuerlich für EWB nicht ausreichend
  • Überblick über die praxisrelevanten steuerverschärfenden Tatbestände zur Neubildung und (Teil-)Auflösung von EWBs – Wo liegen aus Praktiker- und Prüfersicht die Knackpunkte?
  • IDW ERS BFA 7: Bilanzierung von Pauschalwertberichtigungen im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Kreditinstitute – Ermittlung des „Lifetime-Expected Loss“ für bestimmte zinstragende Vermögensgegenstände und Eventualverbindlichkeiten – Bestimmung des Bonitätsprämienbarwerts dieser Finanzinstrumente
  • Achtung: Elektronischer Datenzugriff seitens der Finanzverwaltung auf prüfungsrelevante bankinterne EWB-Daten – im Fokus: Vorhandensein von Leistungsstörungen und Sicherheitenbewertung
  • Vielfältige neue Auswertungsmöglichkeiten (quasi per Knopfdruck) für die Steuerprüfer – hohe Wertkorrektur-Risiken und damit Nachzahlungsrisiken
  • Aktuelle Erkenntnisse zu Problembereichen in den Betriebsprüfungen

Risikovorsorge in der aufsichtsrechtlichen Prüfungspraxis • § 44erWerthaltigkeitsprüfungen („PAAR“) • EZB-Leitfaden für Banken zu notleidenden Krediten • Aktuelle Erkenntnisse und Prüfungsfeststellungen

  • Mindestanforderungen an die Risikovorsorge aus den aktuellen MaRisk-Vorgaben (u. a. verschärfte Anforderungen bei der Bestimmung der Kapitaldienstfähigkeit)
  • Problembereich in Kreditprüfungen bzgl. Risikovorsorge-/EWB-Prozesse – u. a. institutseinheitliche Kriterien/Triggerevents, EWB ≤ Blankoanteil und Schnittstellen zur Sicherheitenbewertung bzw. nachvollziehbare Erlösquoten
  • EZB-Leitfaden für Banken zu notleidenden Krediten: Erwartungen an die Risikovorsorge, organisatorische Anforderungen - Prozessuale Folgen der Forbearance-Vorgaben: Ab wann sind EWBs bei Forbearance-Engagements zu bilden?
  • Umgang mit Problemkrediten (Sanierungs- und Abwicklungsengagements)
  • Anknüpfungspunkt Sicherheitenbewertung: anlassbezogene Neubewertung bei Wechsel der Engagementstrategie von Going auf Gone Concern
  • Prüfung aufsichtlich angemessener Risikovorsorge („PAAR“) seitens der Bankenaufsicht – Erweiterung der MaRisk-Kreditgeschäftsprüfungen um eine zusätzliche einzelengagementbezogene Werthaltigkeitskomponente
  • Deutlich stärkerer Fokus auf Bewertungsparameter bei Kreditsicherheiten, deren Überprüfungsturnus sowie die Beurteilung der zukunftsbezogenen Kapitaldienstfähigkeit – ggf. mit der Konsequenz eines erhöhten (aufsichtlichen) Risikovorsorgebedarfs

    Anforderungen an prüfungsfeste EWB-Dokumentationen • Datenqualität als zusätzliches Prüfungsrisiko
  • Mindestanforderungen und „steuerschädliche“, weit verbreitete Formulierungen in Kreditakten – Erfahrungen aus der Prüfungspraxis
  • Wesentliche Prüfungshandlungen/-felder in der Risikovorsorge (u. a. EWB-Begründungen, Sicherheitenansatz)

Konditionen und Organisatorisches

Der Zugang zum Seminar erfolgt über Ihren persönlichen Nutzerbereich in MeinFCH. Informationen zum Zugang und eine Anleitung erhalten Sie spätestens eine Woche vor dem Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung und die Seminardokumentation als PDF finden Sie ebenfalls unter MeinFCH.

Bei der Anmeldung gewähren wir ab dem zweiten Teilnehmer aus dem demselben Haus bei zeitgleicher Anmeldung einen Rabatt von 20%.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.

Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass „Teilnahmen“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern nicht gestattet sind und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen.

Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

Online-Veranstaltung mit Zoom.

Zoom ist der erste Anbieter von Videokonferenzlösungen, dessen Software im Jahr 2021 vom BSI nach dem internationalen Standard Common Criteria zertifiziert wurde. Der Zugang erfolgt über "MeinFCH". Sie erhalten rechtzeitig vor dem Seminar eine E-Mail mit einer Anleitung.

Ihre Dozenten

Karsten Schuiling
Bankgeschäftliche Prüfungen
Deutsche Bundesbank


Thomas Brockmann
Betriebsprüfer Bankenprüfung
Bundeszentralamt für Steuern (BZST)


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